//Die schönste Jahreszeit auf dem HOF

Der Altweibersommer ist einfach die allerschönste Jahreszeit auf dem HOF. Es ist weder zu warm noch zu kalt, sodass man sich locker mit dem Lieblingspulli auf die Terrasse setzen kann. Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, die Blätter leuchten in wunderbaren Farben und ein angenehmes Licht liegt über allem.

Ich habe mir immer vorgestellt, der Name ließe sich von den älteren Damen ableiten, die das milde Wetter besonders schätzen. Vermutlich bezieht sich das althochdeutsche „weiben“ aber eher auf die Spinnweben der jungen Baldachspinnen, die zu dieser Jahreszeit durch die Luft schweben. Einem Volksglauben zufolge sind es Elfen oder Zwerge, welche die feinen Fäden über das Land ziehen. Wenn sich die zarten Fäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen, soll dies sogar eine baldige Hochzeit verheißen.
An anderer Stelle finde ich jedoch den Hinweis, die Spinnfäden hätten die Menschen an das graue Haar älterer Frauen erinnert. Wobei wir dann doch wieder bei der von mir vermuteten Wortbedeutung wären – und jetzt weiß ich auch nicht.

Zum Glück hat das Landgericht Darmstadt schon vor vielen Jahrzehnten festgestellt, dass die Verwendung des Begriffs „Altweibersommer“ keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte älterer Damen darstellt. Eine 78-jährige Frau hatte gegen die Bundesrepublik Deutschland geklagt und verloren. Wir hier auf dem Hof verstehen die „meteorologische Singularität“, wie es bei Wikipedia heißt, als absoluten Gewinn und erfreuen uns am schönen Wetter, solange es noch anhält.