Autor: Achim Baur

Wieso wir an Weihnachten Bowie hören und nicht Wham

„Ch-ch-ch-ch-changes“, gab uns einst der große, undurchschaubare David Bowie mit auf den Weg – „Changes are taking the pace I’m going through.“ Veränderungen waren auch bei uns die große Konstante in diesem Jahr. Wenn wir auf 2024 zurückblicken, sehen wir auf der großen politischen Bühne Veränderungen, die uns ratlos zurücklassen. Doch im Kleinen, im Alltag, haben wir viele Veränderungen erlebt, die uns Mut machen und Freude bereiten: im Gespräch mit Nachbarn, Freunden und Fremden. Und bei der Arbeit – dort, wo durch Zusammenarbeit oft die besten Ideen entstehen.

Auf dem HOF durften wir in diesem Jahr einige Veränderungsprozesse aus nächster Nähe begleiten – bei unseren Kund:innen und bei uns selbst. Dabei ging es oft darum, die Blickrichtung zu ändern:
Wie sehen andere mich? Was kann ich anderen bieten? Was muss ich verändern, damit das sichtbar wird? Und wie kommuniziere ich das effektiv?

In einem Brandingprozess steht am Ende oft ein sichtbares Ergebnis: ein Logo, ein Name, eine Website. Doch davor liegt meist ein längerer Weg. Ein Prozess, in dem wir Perspektiven wechseln und versuchen, in ganz anderen Schuhen zu gehen. Bowie selbst war ein Meister des Perspektivwechsels: Als Thin White Duke, Aladdin Sane oder Ziggy Stardust schlüpfte er in immer neue Rollen, wechselte Stile und sogar Schuhe – von Plateau-Stiefeln über High Heels bis zu Schnürschuhen. Dabei hat er uns immer auch dazu eingeladen, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Während wir den HOF winterfest machen, das Gatter für dieses Jahr schließen und auf Weihnachten warten, hat sich ein Wunsch für 2025 in unsere Köpfe geschlichen: Lasst uns alle öfter die Perspektive wechseln und uns in unser Gegenüber hineinversetzen. Guten Rutsch – wir sehen uns im neuen Jahr!

Die schönste Jahreszeit auf dem HOF

Der Altweibersommer ist einfach die allerschönste Jahreszeit auf dem HOF. Es ist weder zu warm noch zu kalt, sodass man sich locker mit dem Lieblingspulli auf die Terrasse setzen kann. Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, die Blätter leuchten in wunderbaren Farben und ein angenehmes Licht liegt über allem.

Ich habe mir immer vorgestellt, der Name ließe sich von den älteren Damen ableiten, die das milde Wetter besonders schätzen. Vermutlich bezieht sich das althochdeutsche „weiben“ aber eher auf die Spinnweben der jungen Baldachspinnen, die zu dieser Jahreszeit durch die Luft schweben. Einem Volksglauben zufolge sind es Elfen oder Zwerge, welche die feinen Fäden über das Land ziehen. Wenn sich die zarten Fäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen, soll dies sogar eine baldige Hochzeit verheißen.
An anderer Stelle finde ich jedoch den Hinweis, die Spinnfäden hätten die Menschen an das graue Haar älterer Frauen erinnert. Wobei wir dann doch wieder bei der von mir vermuteten Wortbedeutung wären – und jetzt weiß ich auch nicht.

Zum Glück hat das Landgericht Darmstadt schon vor vielen Jahrzehnten festgestellt, dass die Verwendung des Begriffs „Altweibersommer“ keinen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte älterer Damen darstellt. Eine 78-jährige Frau hatte gegen die Bundesrepublik Deutschland geklagt und verloren. Wir hier auf dem Hof verstehen die „meteorologische Singularität“, wie es bei Wikipedia heißt, als absoluten Gewinn und erfreuen uns am schönen Wetter, solange es noch anhält.

Die neue Webseite ist am Start und sie ist gut

Es ist so viel einfacher, Webseiten für andere Menschen zu machen, als für sich selbst. Deshalb hat es viel zu lange gedauert, unsere neue Webseite fertig zu stellen. Und deshalb sind wir aber doppelt stolz, dass es jetzt endlich soweit ist. An ein paar Stellen müssen wir nochmal in Ruhe ran aber für den Moment passt das so. Wir hoffen, sie gefällt euch und Ihnen!

Das Leben auf dem Hof ist hart aber schön

Vor den Toren der weltoffenen Universitätsstadt Heidelbergs liegt der Pleikartsförster Hof idyllisch zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen und dem alten Airfield der US-Truppen. Mit Blick auf den Odenwald produzieren Stephanie Geiseler und Achim Baur hier jeden Tag frische Designs und knackige Texte. Außerdem versorgen sie größere Unternehmen in der Region mit nachhaltigen Perspektiven von außen.

Die Arbeit auf dem Hof ist hart und entbehrungsreich. Früh am Morgen steht der Baur auf, versorgt die Kinder mit Vesper für den Tag und radelt dann über die Felder zum Hof. Frau Geiseler hat derweil schon den Nachwuchs verabschiedet, die Hunde ausgeführt und im Dorfladen eingekauft. Sie begibt sich ihrerseits auf den Weg zum gemeinsamen Arbeitsplatz.
Auf dem Hof angekommen, machen sich die beiden sofort an die Arbeit. Zuerst wird Kaffee gekocht und frische Milch organisiert. Neue Ideen werden gesäht, gehegt und schließlich geerntet. Pixel wollen gesetzt, Texte beim Wachsen begleitet werden. Alle helfen mit, um das Überleben des Hof zu garantieren.

Seit vielen Jahren schon wird die Dreifelderwirtschaft praktiziert: Design, Text und Beratung sind die drei Gebiete, auf denen sich die Hofmitarbeiter bestens auskennen und die das Leben auf dem Hofeins bestimmen. Im Wechsel der Jahreszeiten arbeiten die beiden so für ihre treuen Kund:innen von nah und fern.

A farmer’s work is never done.